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Der Gildelöffel vom Preetzer Flohmarkt
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Im vorigen Jahr (2007) erstand Detlev Hoffmann, 1. Ex-Ältermann der Preetzer Schützengilde, auf dem Flohmarkt in Preetz einen Gildelöffel, der vom einstigen Besitzer bzw. eher
seinen Erben versilbert wurde, um von einem aufmerksamen Gildebruder und Sammler entdeckt zu werden.
Viele Einzelstücke, die als echt silberne Gilde-Preisgaben späterhin über die Zeiten verlustig gingen, wurden förmlich umgearbeitet, somit ging ihre Provenienz (=Herkunft) für die
Historie für alle Zeiten verloren.
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Gravur:
Doppeladler auf Halterung
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Gravur:
Dem Schützenkönig der G.G. v. 1738 G. G. 1926
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Punzen:
diverse Schlagstempel nebst Schriftzug: Mordhorst
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Die Löffelgabe wurde im Jahre
1926 realisiert, also zu einer Zeit nach dem ersten Weltkrieg und
drei Jahre vor der Weltwirtschaftkrise (= 24. Oktober 1929).
Das Ende des 1. Weltkrieges war gerade acht Jahre her, großer Wohlstand
war noch nicht erreicht. Die sonst für Gildekönige übliche Suppenkelle
war man wohl kaum in der Lage zu finanzieren. Vielleicht eine Firmenspende
für die Gilde. - Hatte sich der Graveur geirrt und statt Gildekönig
lieber Schützenkönig gestichelt, weil es pro Buchstaben etwas mehr
gab.
Wer weiß mehr über den
Löffel zu berichten und stellt mir seine Kenntnisse zur Verfügung?
Die Volkszufriedenheit definierten einst die römischen Cäsaren über den Begriff „panem et circenses“ (= lat. Brot und Zirkus-Spiele). Nichts anderes spiegelt sich wider im Spektakel der Volksbelustigung insbesondere jener rauschender Festivitäten, die durch die herrschende Klasse des Hochadels in der sogenannten feudalistischen Epoche des Absolutismus gestiftet wurden.
Karl Peter Ulrich von Schleswig-Holstein-Gottorf wurde Peter III. Fjodorowitsch (* 21. Februar 1728 in Kiel; † 17. Juli 1762 in Ropscha bei Sankt Petersburg) war im Jahre 1762 sechs Monate lang Zar des Russischen Reiches und von 1739 bis 1762 Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorp.
Jener
wurde in der Brunswiker Schützengilde Schützenkönig und stiftete
einen goldenen Becher mit Kugelfüßen, der immernoch wohl verwahrt in Ehren
gehalten wird.
Diese spezielle Verbundenheit des Zarenhauses zu Kiel fand Eingang in die vielfaltigen Stiftungen des Zaren für die Gilden und ihren Utensilien, die zum Teil als Gast- und Stiftungsgeschenke anzusehen sind, wobei die Löffel-Preise der Gilden die Symbolik jener glanz- und glorienreiche Epoche im öffentlichen Leben fortführend dargestellten.
Manch Gildevogel besitzt zwei Köpfe. Die Wappen einiger Gilden und ihrer Gebrauchsgegenstände werden vom sogenannten Doppeladler geziert.
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Wappen
der Lütjenburger Schützen-
u. Totengilde v. 1719
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Abschussvogel
und Wappen der Neustädter Schützengilde v. 1244
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Abschussvogel
der Sankt Johannisgilde 1192 zu Oldenburg
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Als Symbol hielt der Doppeladler in vielfältigen Regionen her, der keine alleinige Erfindung der Russen war, sondern von den Österreichern kopiert wurde und wiederum byzantinisches Familienwappen war. Auch wurde der Doppeladler als Staatswappen des Heiligen Römischen Reiches verwandt zu dessen Sachwalter sich die österreichischen Kaiser ausriefen.
Jene Doppelkopfform kann zuchtbedingt auf genetische Missbildung zurückgeführt werden, die durch Schäden im Erbgut inzestuös gepaarten Geflügels nachzuweisen ist. Die ornithologische Missbildung hat wohl seine metaphysische Umdeutung als mystische Besonderheit im schamanischen Babylonien
(23Jh. v. Chr.) erfahren.
Jene physische Abstrusität eines ständig wachendenden Wappentieres, birgt in seine Zweiköpfigkeit projiziert , die innere Zerrissenheit zweier Seelen in einer Brust, was die russische Seele auch heute noch zu verkünden sucht und sich sowohl in der Macht des Staates (des Wissens) und in der Macht der Orthodoxie (des Glaubens) manifestiert.
Die Stadt Lübeck trägt einen Doppeladler, der um 1450 aus dem Wappen der Reichseinigkeit (Doppeladler) und dem Wappen der Hanse (Weiß-Rot) zusammengeführt wurden; der Reichsadler trug darauf das Hansewappen als Brustschild. Es ist
damit das älteste geführte Wappen Schleswig-Holsteins.
Die K. u. K.- Monarchie führte ab 1815 auch den Doppeladler für Osterreich und Ungarn.
Beispiele diverser Doppeladlerwappen aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Doppeladler
Doppelköpfiger byzantinischer Reichsadler
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Wappen der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien (1461–1925)
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Wappen von Krems an der Donau
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Wappen der Stadt Wiener Neustadt
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Großes Wappen der Stadt Köln
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Wappen Österreichs 1934–1938
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Wappen des Deutschen Bundes
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Wappen des Landkreises Deggendorf
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Landkreiswappen des Landkreises Alb-Donau-Kreis
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Wappen des Ortenaukreises
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Wappen der Stadt Duisburg
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Stadtwappen Neuss (linke Seite des Wappens mit Krone von Kaiser
Friedrich III. 1475 verliehen - (rechts) später vereint mit erstem
Wappen der Stadt und mit Löwen ergänzt)
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Staatswappen Serbien und Montenegros
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erfasst 23.03.2008
-geändert 08.07.2011
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