Ich bin eine ganze Zeit nicht mehr aktiv gewesen, weder bei den jeweiligen Gilden, die mich gern zum Fotografieren eingeladen hätten, noch in den Büchern und Aufzeichnungen selbst, weil sich einige Dinge zugetragen haben, die mich sehr persönlich betreffen. In meinem Vermietungsgewerbe habe ich einen schweren Rückschlag erlitten der sehr aufwändig und kostenintensiv behoben werden muss. Unter der Umschreibung, wenn einer zum Mülli/Messi wird, scheint alles gesagt zu sein, wer so etwas noch nie gesehen hat, sollte sehr froh darum sein, denn es ist einfach nur abstoßend, der reinste Horror im wirklichen leben. Über dies ist mein Lieblingsmaler sehr krank geworden, so dass ich mir leider Ersatz besorgen musste, was nicht immer einfach ist, wenn man sich schon seit der Schulzeit kennt, sich eine lange Zeit nicht mehr mit einander zu tun hatte und urplötzlich wieder so wie einst, seit 5 Jahren harmonisiert, wird man sehr nachdenklich. Er ist gerade auf Kur und ich hoffe inständig, dass er sich recht bald erholt. Mittendrin die EHEC-Katastrophe, die mir mein schönstes Hobby mit beeinträchtigte - letztendlich wußte ja niemand, ob es sich zu Epedemie ausweitet, die pestartige Züge tragen würde, dann lieber zu Hause bleiben und sich wie ein Eichhörnchen im Bau verschanzen und auf eingelagerte Konserven zurückgreifen. Und ich habe ein gesundheitliches Problem, dass noch keine Aussicht auf positive Veränderung darstellt, so etwas wie taube Füße. Weit marschieren ist nicht mehr, ein paar schritte schon, dann aber tun sie weh. Mein Hausarzt tippte einst auf Einlagen, das war's nicht und wieder nur den Mors in der Praxis plattgesessen und Zeit verloren, so bin ich vor einiger Zeit in die Klinik gegangen und mal sehen was die sukzessive herausbekommen, neurologische Beeinträchtigungen konnten klar ausgeschlossen werden, denn so mancher mag mir zwar vorhalten einen Knall zu haben, aber mit gesundem Selbstverständnis halte ich es wie der alte Adenauer: "Die einen kennen mich, die anderen können mich!" Weshalb ich die praktische Begegnung in meinem Hobby und die Verbindung mit Kameraden, Gildegeschwistern und Freunden etwas sehr zurückschrauben musste, ich hoffe jedoch vom Optimum des Ältermanntreffens 2012 aus Oldenburg in Holstein berichten zu können, dass von der Sankt Johannisgilde von 1192 e.V. ausgerichtet werden wird, sofern ich wieder ein wenig besser dran bin und die Ursache für die gehtechnische Verstimmung meiner Hinterläufe absehbar sein wird. Da ich aber im übertragenen Sinne die Füße nicht still halten kann, sind meine Frau und ich darüber eingekommen Kultur nach Hause kommen zu lassen und einer Schmuse-Rockband jeden Freitag unseren Keller zu Übungszwecken zu überlassen. Die drei netten Altrocker haben sich vor dreizehn Jahren aus den Augen verloren, jeder spielte bei einer anderen Combo, jetzt üben sie erst mal, bis sie so weit sind, irgendwann gemeinsam auftreten zu können. Einer von Ihnen hat so wie ich einen gleichaltrigen Hund, einen (Coonhound-Mix) Rüden namens Chucky (nicht von Chucky die Mörderpuppe, sondern in Anlehnung von Chuck Berry) - im übrigen spielt er die Leadgitarrre in dieser Band und meine Hündin (Mali-Schäfi-Mix) Tessy kennen sich seit Welpentagen und wenn es sich um deren Spiel dreht, ist ein Ball für beide genug auch Futterneid gibt es nicht, weil sie sich akzeptiert haben und ein tolles Team bilden. Wenn die Übungsmannschaft dann so weit ist, werden sie sicher den einen oder anderen Gildeschwof stimmig mitgestalten können, denn jetzt schon bei den geübten Liedern kocht die Laube und ich würde gern das Tanzbein schwingen, wenn ich könnte; bei der Gelegenheit lerne ich Gitarre, wobei ich mich auch von meinen Altagsproblemen ablenke und mein positives Gemüt und Gleichgewicht nicht verliere. Wir sehen oder hören uns gelegentlich, sofern ich die meisten Ungelegenheiten abgearbeitet habe und verbleibe Eenförall vun Harten 14.09.2011 erfasst |